Auf der Agritechnica 2009 in Hannover wurde von einem Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und des Deutsche Jagdschutz-Verbandes (DJV) zur Prävention von Wildschäden auf landwirtschaftlichen Nutzflächen berichtet, dass vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mit 300.000,- Euro finanziell unterstützt wird (http://www.jagd-online.de/news/?meta_id=1826).
Das Projekt beschäftigt sich vor allem mit dem Einsatz von Schneisen in Maisfeldern (siehe auch Hannoversche Allgemeine Zeitung, 16. November 2009, Nr. 267, S. 6). Ein Vorstandsmitglied des ÖJV-NB e. V. (Christoph Baums) kritisiert, dass der DJV von einer wichtigen Ursache der hohen Schwarzwildbestände in Deutschland ablenkt: Kirrungen und Ablenkfütterungen (siehe auch Leserbrief in der Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 19.11.09, Nr. 270, S. 7). Während das späte Einhäckseln von Schneisen zur Durchführung von Bewegungsjagden auf entsprechenden Feldern sinnvoll sein kann, ist es unverantwortlich, dass es in diesem Projekt vor allem um den Anbau von Futterpflanzen für die Wildschweine in den Schneisen geht. So wird beispielsweise mit dem Anbau von Erbsen in den Schneisen den Wildschweinen eine hervorragende Proteinquelle in einem Maisfeld geschaffen. Mais ist energiereich aber proteinarm. Das Projekt ist damit in den Augen von Christoph Baums ein weiteres Beispiel für das Schwarzwildmastprogramm des DJV.