1. Zweitägiges Praxisseminar zum Einsatz von Klettersitzen im praktischen Jagdbetrieb

 Am 25. und 26.09.2021 hat der Arbeitskreis Jagdpraxis im ÖJV-NB ein zweitägiges Praxisseminar zum Einsatz von Klettersitzen im praktischen Jagdbetrieb bei Osterholz-Scharmbeck durchgeführt. 

 

Dabei ging es hoch hinaus und für einige Teilnehmer bestimmt auch an ihre Grenzen. Das Klettern mit dem Klettersitz als Alternative zu konventionellen Jagdeinrichtungen wurde erlernt und trainiert. Harald "Harry" Minner aus der Nähe von Landshut konnte als Seminarleiter alle Teilnehmer begeistern und mit seinem Fachverstand im Klettern, Abseilen und in Sicherheitsfragen unterrichten.

 

Harry, der als Notfallsanitäter arbeitet, hat seit seiner Kindheit Seile in der Hand und ist somit Experte, was Material- und Knotenkunde angeht. Seine Expertise erwarb er sich aber nicht nur beim Klettern, sondern auch bei seiner Tätigkeit als Berufstaucher. Der Süddeutsche zeigte mit viel Passion, wie und wo Klettersitze am besten zum Einsatz kommen.

 

Die Sicherung der Jagdeinrichtung und des Jägers war ein weiteres wichtiges Thema in der Unterrichtung. Der Klettersitzeinsatz findet im Süden von Deutschland bereits mehr Beachtung als hier im Norden. Es macht den Jäger flexibler im Ansitz und erschließt die Möglichkeit neuer Schussfelder. Die Sicherheitsbestimmungen sind identisch zum konventionellen Ansitz, wenn man von der Sicherung des Sitzes und des Jägers absieht. Sparen an der Qualität der Ausrüstung beim Jagen im Klettersitz, ist der falsche Ansatz.

 

Am Sitz, bei dem verschiedene Ausführungen vorgestellt wurden, aber auch bei Seilen, Karabinern oder Sicherheitsgurten darf nicht gespart werden. Auch muss das Aufbäumen gut geplant werden, denn sitzt man einmal in luftiger Höhe, sollte man alles notwendige für den Ansitz dabei haben.

 

Wenn eine Übernachtung geplant ist, können auch Schirme, Schlafsäcke oder ganze Zelte zum Einsatz kommen. Alle Möglichkeiten wurden erklärt und dargestellt.

Selbst der Jagdhund muss nicht am Boden bleiben.

 

Wenn Gefahr im Verzug ist z.B. bei aufziehendem Gewitter oder einem Notfall am Boden, ist unter Umständen ein schnelles Abbäumen notwendig. Das schnelle Abseilen aus 12 m Höhe hat vielen Teilnehmern alles abverlangt. Gesichert mit einem Kletterseil musste unter eigener Regulierung der Abseilgeschwindigkeit der Boden erreicht werden.

Das zweitägige Seminar endete mit der Ausgabe der Teilnahmebescheinigung und natürlich einem umfangreichen Handout.

 

Aufgrund der gelungenen Veranstaltung und der positiven Resonanz plant der Arbeitskreis Jagdpraxis im ÖJV-NB im Jahr 2022 eine Wiederholung des Klettersitzseminars.

 

Gefördert wurde das Praxisseminar mit Mitteln aus der Jagdabgabe in Niedersachsen.

  

Einen kurzen Eindruck von den durchgeführten Unterweisungen vermitteln die nachfolgenden Bilder:

2. Brauchbarkeitsprüfungen beim ÖJV-NB

Im November und Dezember 2020 hat der Arbeitskreis Hundewesen im ÖJV-NB auf Grundlage seiner vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz genehmigten Brauchbarkeits- prüfungsordnung erste Prüfungen durchgeführt.

 

Folgende Prüfungen wurden abgehalten:

 

1. 01.11.2020 Nachsuchenprüfung in Marwede.

 

2. 05.12.2020 Stöberprüfung in Marwede

 

3. 11.12.2020 Stöberprüfung in Breitenhees.

 

Ein kurzer Bericht zu den durchgeführten Prüfungen kann hier nachgelesen werden

 

Unter den Rahmenbedingungen der Covid-19-Pandemie konnten die Prüfungen nur mit den allgemeinen gültigen Hygiene-Regelungen durchgeführt werden, so dass persönliche Gespräche nur mit Maske und Abstand im Walde möglich waren, wovon die Teilnehmer trotz der widrigen Bedingungen im Rahmen des Möglichen Gebrauch machten. 

 

Einen kurzen Eindruck von den durchgeführten Brauchbarkeitsprüfungen vermitteln die nachfolgenden Bilder:

 

 

3. Herbstliches Übungsschießen 2020 beim ÖJV-NB

Am 21.10.2020 hat der ÖJV-NB - wie in den Vorjahren - in Garlstorf sein traditionelles herbstliches Übungsschießen - organisiert durch den Arbeitskreis Schießwesen - durchgeführt. Der erste Vorsitzende und Leiter des Arbeitskreises Schießwesen im ÖJV-NB Gerhard Naujoks konnte ingesamt 13 Teilnehmer begrüßen, unter denen einige Gäste und Interessierte waren, die den Ökologischen Jagdverein Niedersachsen-Bremen e.V. kennenlernen wollten.

 

Alle Teilnehmer hatten bei der zur Verfügung stehenden Zeit reichlich Gelegenheit vor der nahenden Drückjagdsaison ihre Schießfertigkeiten zu zeigen und unter fachkundiger Leitung nach Korrekturen sowie Anleitungen diese zeitnah zu verbessern. Der mittlerweile obligatorische Schießnachweis konnte hierbei von den Teilnehmern im Rahmen des Übungsschießens erworben werden.

 

Für das leibliche Wohl war durch Kaffee und Kuchen gesorgt. Wie auch in den Vorjahren zeigte sich der Leiter des Arbeitskreises Schießwesen mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden. 

 

 Unter den Rahmenbedingungen der Covid-19-Pandemie konnte die Veranstaltung nur mit den allgemeinen gültigen Hygiene-Regelungen durchgeführt werden, so dass persönliche Gespräche nur mit Maske, Abstand oder an der frischen Luft möglich waren, wovon die Teilnehmer trotz der widrigen Bedingungen regen Gebrauch machten. 

 

Ein Folgetermin für das Jahr 2021 ist bereits festgelegt.

4. Vortrag zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) beim ÖJV-NB

Im Vorfeld zur Mitgliederversammlung 2020 am 04.07.2020 hat Herr Josef Huesmann vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), dort tätig in der Task-Force Veterinärwesen, einen Vortrag zur Situation über die Afrikanische Schweinepest (ASP) und sich daraus ergebende Folgen in Niedersachsen gehalten.

 

Ein ausführlicher Bericht über den Vortrag kann hier nachgelesen werden.

 

Der Inhalt des Vortrages kann nachfolgend eingesehen werden:

ASP in der Schwarzwildpopulation_ÖJV_NB_
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5. Vortrag zum Wolfsmanagement beim ÖJV-NB

Am 29.06.2019 hat Herr Eckhard Fuhr, Jäger, Journalist, Autor, Vorstandsmitglied beim ÖJV Brandenburg und Leiter des dortigen Arbeitskreises Wolf, einen öffentlichen Vortrag zum Wolfsmanagement in Brandenburg in Achim gehalten.

 

Inhalt des Vortrages waren, die Biologie des Wolfes, die Geschichte der Bestandesentwicklung des Wolfes in Deutschland - speziell in Brandenburg -, die Geschichte und Entwicklung des Wolfsmanagement in Brandenburg, der Herdenschutz, Umgang mit "Problemwölfen"  sowie aktuelle rechtliche Fragen und Regelungen zum Wolf im Bundesnaturschutzgesetz. Während und nach dem Vortrag kam es zu interessanten und spannenden Diskussionen der anwesenden Teilnehmer.

 

Eine Zusammenfassung des Vortrages befindet sich  hier.

6. Rebhuhnexkursion in Südniedersachsen

Am 24.05.2019 hat der ÖJV-NB mit Interessierten und Gästen im Rahmen einer Exkursion  das Rebhuhnschutzprojekt im Landkreis Göttingen besucht.

 

Unter Federführung von Herrn Dr. Eckhard Gottschalk und Frau Lisa Dumpe von der Universität Göttingen, Abteilung Naturschutzbiologie wurde die Feldflur südlich der Stadt Göttingen besichtigt, in der auf Teilflächen Maßnahmen und Konzepte des Schutzprojektes mit artenreichen Blühstreifen umgesetzt werden.

 

Kern des Projektes sind hierbei strukturreiche Blühstreifen in der Agrarlandschaft  im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen des Landes Niedersachsen und das grenzüberschreitende PARTRIDGE-Projekt durch das Europäische Interreg Nordseeprogramm. Herr Gottschalk und Frau Dumpe erläuterten  vor Ort das Management der Blühflächen mit der "Göttinger Mischung" über die Anlage (mit Arten wie z.B. Lein, Buchweizen, Sonnenblume, Waldstaudenroggen)  und Pflege, sowie deren Auswirkungen auf den Rebhuhnbesatz.

 

Während vielerorts in Niedersachsen die Rebhuhnbesätze dramatisch zusammengebrochen sind oder das Rebhuhn sogar völlig verschwunden ist, ist es im Rahmen dieses Projektes gelungen, die Rebhuhnbesätze zu halten und in Teilgebieten sogar anzuheben, wobei die Besatzdichten lokalen Schwankungen unterliegen können. Gezeigt wurde hierbei auch, dass neben dem Rebhuhn als Leitart in dem Projekt, auch zahlreiche andere Tierarten, wie z.B. Feldhasen, Vögel, Insekten und Tagfalter von den Maßnahmen profitieren und insgesamt zu einer deutlichen Erhöhung der Artenvielfalt in der freien Landschaft führen. Betont wurde bei der Führung die Wichtigkeit der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Landwirten vor Ort.

 

Diskutiert wurde im Rahmen des Vor-Ort-Besuches auch Maßnahmen zum Prädatorenmanagement, die aber in diesem Projekt- im Gegensatz zu anderen europäischen Rebhuhnprojekten - nicht durchgeführt werden, da ein Ansatz ist, zu untersuchen, wie sich die Rebhuhnpopulation allein durch Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung entwickelt.  Deshalb sind die angelegten Blühstreifen mindestens 20 m breit, da Nester in schmaleren Streifen ein erhöhtes Prädatorenrisiko aufweisen.

 

Der ÖJV-NB bedankt sich bei Herrn Dr. Gottschalk und Frau Dumpe für die interessante und lehrreiche Führung. Es bleibt zu hoffen, dass der Projektansatz  vor Ort weitere Verbreitung in Niedersachsen findet, um ein völliges Verschwinden des Rebhuhns in naher Zukunft zu verhindern.

 

Nähere Infos zum Projekt hier: Rebhuhnschutzprojekt und PARTRIDGE